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  Angefangen am: 27.04.2019; Verfasser: Franz Horn; (Entwurf)

..., das Größte aber ist die Liebe

Auszug aus dem "Hohen Lied der Liebe":

  Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.
  Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib opferte, um mich zu rühmen, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.

  die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.

(Um diesen Eigenschaften auch nur einigermasen gerecht zu werden, muss ich wohl noch mindestens 7 mal wiedergeboren werden)

   Inhaltsverzeichnis:

In den Nachfolgenden Kapiteln setze ich immer eine halbwegs Artgerechte Haltung und Fütterung voraus. außerdem gehen wir von einem gesunden Pferd aus.

      1. Die Liebe als Vorraussetzung für den Umgang mit Pferden?

      2. Vokabular dass im Umgang mit Pferden tabu sein sollte

      3. Vertrauen und die Wege der kleinen Schritte

      4. Res

   



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  Die Liebe als Vorraussetzung für den Umgang mit Pferden?


Dorchheim 2019, Vertrauensmannschaft (wr)
  Ausgangspunkt aller "Unarten" eines Pferdes ist Angst und diese Angst wird zusätzlich verstärkt, wenn wir sie nicht erkennen oder nicht ernst nehmen. Die Verharmlosung von Angst ist ein nicht zu unterschätzendes Fehlverhalten von Menschen, auch gegenüber dem Pferd.
  Wird Angst ignoriert kann leicht daraus eine Phobie entstehen und das Pferd wird unberechenbar. Als erstes müssen wir also einem (jungen) Pferd die Angst vor uns nehmen und erst dann können wir ihm die Angst vor anderen Dingen nehmen oder ihm etwas beibringen (z.B. Füße heben).
Sizilien 2008, 2km lang war die Tortur (hf)
  Dass das Pferd keine Angst vor mir hat und mir vertraut, erkenne ich daran, dass es sich unangebunden und frei überall anfassen/massieren lässt, ohne dass es einen wesentliche erhöhten Adrenalinspiegel bekommt und dies wiederum erkenne ich gut an Kopfhaltung, Maul, Ohren und Augen oder daran, dass es einfach weiter frisst, falls es am fressen war.
  Zum Thema Angst soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Mensch, der sich mit einem ängstlichen Pferd befasst, natürlich keine Angst haben darf, jedes Pferd würde dies sofort wahrnehmen und diese Angst auf sich übertragen. Hier erinnere ich mich an Andrea Kutsch die einmal sinngemäß sagte: "wenn ihr die Menschen nicht erkennt, die sich voller Angst an ein Pferd wagen, wird das Pferd sie erkennen und dass kann böse ausgehen".
  Wer sein Pferd liebt wird immer bemüht sein, die Ängste seines Pferdes zu verstehen und ernst zu nehmen.

  Wer sein Pferd liebt wird immer bemüht sein, es nicht zu überfordern, weder Körperlich noch Geistig.

  Wer sein Pferd liebt erfüllt somit die minimale Grundvoraussetzung, sein Pferd zu verstehen.

  Wer sein Pferd liebt wird Wege des respektvollen Umgangs mit ihm finden.

  Wer sein Pferd liebt wird Gewalt um Umgang mit ihm verbannen und jeglichen Kampf mit ihm vermeiden.

  Wer sein Pferd liebt wird es nie als Ventil seiner eigenen Missstimmungen zu nutzen.

Aber warum ist mir das Thema Liebe im Umgang mit Pferden so wichtig.
Schon den Kindern wird im Reitunterricht den Gebrauch der unten genannten Vokabeln vermittelt und damit wird ihnen ein völlig falsches Bild vom Umgang mit Pferden vermittelt. Immer wenn Geld ins Spiel kommt leidet die Liebe. Auch das Regelwerk der FN ist nicht in der Lage Tierquällereien entgegen zu wirken, geschweigen denn zu verhindern. Deutschland ist zum Land der scheinheiligen Tierquäller geworden und da gibt es viel zu tun.
Männern wie Monty Roberts und Jean-Claude Dysli kam das Wort Liebe im Bezug auf Pferde erst im gesetzten Alter über die Lippen und die Veränderung von Andrea Kutsch, so wie sie es in ihrem neuen Buch beschreibt, hätte ich nicht möglich gehalten.
Von Timo Ameruoso und Bettina Eistel können wir etwas über Lebensfreude lernen. Lebensfreude ist die Grundlage um sich selbst zu lieben, denn nur wer sich selbst liebt, ist imstande Liebe zu geben.
Wer einmal der Contergangeschädigten und Gewinnerin einer Silbermedallie bei der Sommer-Paralympics 2004 im Dressurreiten Bettina Eistel zusehen durfte, wie sie, ohne Arme und nur mit den Füssen, ihrem Pferd das Halfter anlegt oder den Sattelgurt anzieht, kann, über die positive Energie die hierbei ausgestrahlt wird, nur noch staunen.
Wolfgang Marlie und Bettina Eistel, ein kleiner Film.


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  Kontraproduktives Vokabular im Umgang mit Pferden


Die folgenden Attribute können und dürfen wir nicht auf Pferde anwenden:
Stolz
Stur
Aggressiv
Hass
Zigig
Störrig
Faul
Stolz
Hinterhältig
Nachtragend
Liebe
usw.

Solche Attribute treffen nur auf uns Menschen zu und sind der Preis dafür, dass wir denken können und deshalb können wir uns auch aus dem "hier und jetzt" fortbewegen. Pferde leben immer im "hier und jetzt", wir Menschen müssen es immer wieder lernen obwohl wir es als Kind gut konnten.
Wenn wir ein Pferd mit diesen Attributen belegen und es dadurch in unserem Unterbewusstsein vermenschlichen, wirkt sich dies immer negativ auf unser Urteilsvermögen und dementsprechend negativ auf den Umgang mit unserem Partner Pferd, aus.

Das stolze Pferd, eine Episode: Ein angeblicher Pferdekenner begegnet einem Reiter mit einem Pferd dessen ganze Körpersprache deutlich signalisierte, dass es alles tun würde um für seinen eigenen Schutz zu sorgen. Hoch aufgerichtet mit großen Augen und Nüstern tänzelte das Pferd mit dem Reiter an unserem Pferdekenner vorüber dessen aufrichtigen und voller Ehrfurcht vorgetragenen Worte waren dann: "was für ein stolzes Pferd".

Das sture Pferd, eine zweite Episode: Eine Freundin hatte sich ein jungens Pferd gekauft und beklagte dass, wenn sie ihr neues Pferd zur Seite drücke, damit es etwas Platz macht, es sich voll gegen sie stemmte. Der Freundin fehlte schlicht und einfach das Wissen, dass sich alle Pferde erstmal dem körperlichen Druck engegen stemmen. Dies ist auch der Effekt, den sich die Menschen zu nutze machen, wenn sie Pferde mit einem Brandzeichen versehen. Jeder Reiter kennt die Übung "Schenkelweichen", aber die wenigsten kennen den Hintergrund, warum man einem Pferd dies erst beibringen muss.

Wolfgang Marlie eine Vorstellung seines interessanten Buches "Pferde - wie von Zauberhand bewegt" Hier noch ein Zitat von Wolfgang Marlie: "Es gibt keine schwierigen Pferde sondern nur Pferde in Schwierigkeiten"
 

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  Vertrauenn und die Wege der kleinen Schritte

















 

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