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  Eingestellt: 28.06.2017; Verfasser: Franz Horn; (Entwurf)             Besucher: 1827

Wolkenbruch über Elbtal und eine Mühle in Hachenburg

Das verschwiegene Hochwasser und eine Mühle aus Elbtal





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  Information sieht anders aus


  Das designierte Mitteilungsblatt des Geschichts- und Kulturkreises Elbtal, "Apropos Elbtal", berichtete im Juni 2017 in seiner 32. Ausgabe von Wolkenbrüche und Elbtaler Mühlen.




  Bei dem Artikel über das Hochwasser in Elbtal wurde vergessen zu erwähnen, dass auch die B54 in Höhe der Werkstatt des Tierpräparators Budzinski zum x.ten mal überflutet wurde. Schon vor Jahren habe ich in den Sitzungen des Gemeindevorstandes den damaligen Bürgermeister über diese hochgefährlichen Überschwemmungen aufmerksam gemacht, aber bis dato ist scheinbar nichts geschehen, dabei ist die Verantwortlichkeit für diese regelmäßigen Überschwemmungen im Elbtaler Rathaus zu suchen.

Ein ins schleudern gekommener PKW in Dorchheim, höhe Limburgerstr. 16 (hf 2011 !!!)

  Im Zuge der Oberflächenwasserableitung im dem Bereich der Waldstraße in Dorchheim wurde unter großem finanziellem Aufwand ein Auffanggraben oberhalb dem Anwesen Lehr erstellt und mit einer Verrohrung unter der Bundesstraße durch, zum Lasterbach versehen. Dieser Auffanggraben war mit einem Gitter versehen und mitten auf dem Feldweg platziert, so dass ein Passieren mit einem Traktor oder ähnlichem, in diesem Teil des Feldweges, nicht mehr möglich war. Auf Druck der Besitzer einer Wiese oberhalb des Anwesens Martin bekam diese eilig eine neue Zufahrt von der Straße "zur Heide". Doch andere Anlieger ließen sich nicht täuschen und der, von Elbtaler Bürgern bezahlte Einlauf für Oberflächenwasser in der Waldstraße, musste wieder zugeschüttet werden (Schildbürger lassen grüßen).
  Das hierfür Rechtanwälte eingeschaltet werden mussten und es noch heute Dorchheimer Bürger gibt, die mit dem ehemaligen Elbtaler Bürgermeister und dem damaligen Elbtaler Bürovorsteher kein Wort mehr wechseln, ist schon sehr beschämend, da hier der Fehler nicht beim Bürger, sondern, wie schon erwähnt, in der Verantwortung des Rathauses zu suchen war. Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bei den Baggerarbeiten für dieses Projekt, die Drainage einer angrenzenden Wiese zerstört und auch bis heute nicht repariert wurde, auf den Damm von 10cm Höhe der jährlich von den Mitarbeitern des Elbtaler Bauhofes neu angelegt wird, will ich hier nicht näher eingehen.
  Kommt es nun zu starken Regengüssen, schießt das Wasser ungebremst auf die B54, kann dort von der maroden Kanalisation (auch seit Jahren bekannt) nicht aufgenommen werden und verursacht einen bis zu 40cm tiefen See.
  Schon ein mit Tempo 40 durch diesen See fahrender PKW zieht eine Wasserfahne von über 6 Meter Höhe hinter sich her. Als Motoradfahrer weiß ich wie gefährlich es sein kann, wenn man unvermittelt in 30cm tiefes Wasser fährt und kommt im selben Moment dem Motorradfahrer ein LKW durch das Wasser entgegen, ist ein Sturz unvermeidbar, von der Sicht mal ganz abgesehen.
  Der verlorene Lehm, aus den Reifen eines mistfahrenden Traktorgespannes, in Heuchelheim musste noch am selben Tag wegen "Gefahr in Verzug" von Gemeindemitarbeitern beseitigt werden, die Festlegung der Prioritäten von Gefahrenquellen scheint im Elbtaler Rathaus etwas außer Tritt geraten zu sein.
  In der Gemeindevorstandssitzung vom ?? wurde über die im Artikel erwähnten Hochwasserschäden vom Bürgermeister berichtet, aber die seit Jahren bekannte brandgefährliche Situation auf der B54, war ihm keine Silbe wert.
  Leider stehe ich mittlerweile zunehmend in der Kritik von Anwohnern und sonstigen Bürgern, die nicht verstehen können, dass ein Gemeinderatsmitglied vor seiner Haustür eine solche, in der Verantwortung des Rathauses liegenden Gefahrensituation, seit vielen Jahren nicht beheben kann. Auch die von mir im Gemeinderat beanstandete Beleuchtungssituation des Schulweges in diesem Bereich stellt, speziell im Winter, ein hohes Gefahrenpotenzial dar.




Wie bei den meisten Beschreibungen, auch hier wieder die falsche Herkunft der Mühle im Museum (hf 2017)
  Zu dem Mühlenartikel in der selben Ausgabe sei angemerkt, dass die um 1700 von Simon Doll erbaute "Staater" Mühle (hinter der großen Mühle Endrun in Dorchheim) mit keinem Wort erwähnt wird. Diese wunderschöne und erstklassig restaurierte Mühle steht seit den 1980er Jahren im Hachenburger Landschaftsmuseum und erfreut, als highlight des selben, das Auge eines jeden Besuchers. Das Traurige hieran ist aber, dass die Herkunft dieser Mühle mit Frickhofen angegeben wird, obwohl die Frickhofener Gemarkung nie an den Elbbach gereicht hat, die Kochlöffel durften allenfalls bei uns ihr Korn hier mahlen lassen (Hier mal einen schönen Gruß an die Frickhofener Backesfreunde, ich beneide euch um euren schönen neuen Backes).
  Wenn man schon als Mitglied des Geschichts- und Kulturkreises Elbtal machtlos oder nicht willens ist, den Fall mit der Stadt Hachenburg zur allgemeinen Zufriedenheit geschichtsbewusster Heuchelheimer und Dorchheimer Mitbürger zu berichtigen, sollte diese traumhafte Gebäude in einem solchen Bericht wenigsten erwähnt, wenn nicht sogar abgelichtet werden.
  Es sei erwähnt, dass auf einer kleinen Tafel in diesem Gebäude von einer Mühle in der "Nähe von Frickhofen" berichtet wird und auf der Homepage der Landschaftsmuseums Westerwald können wir von einem Mühlenwohnhaus "am Elbbach bei Frickhofen" lesen, das Landschaftsmuseum weiß also um die Herkunft des Gebäudes genau Bescheid.
  Als ehemalige Residenzstadt, des, in enger Verbindung zum Kloster Marienstatt (und damit auch zu Dorchheim) stehenden Sayner Grafengeschlechts, ist die Beziehung Dorchheim zu Hachenburg als "historisch höherwertiger" einzustufen, als die Beziehung Frickhofen zu Hachenburg (seit diverse Geschichtsfälscher Dorchheims schriftliche Ersterwähnung in Jahr 1211 als "historisch minderwertiger" einstuften, bin ich begeistert von dieser Wortwahl).
  Zur Schneid-Mühle der heimischen Müllerdynastie Braß sei bemerkt, die Stämme befanden sich zwar auf der Holzwiese, diese lag aber oberhalb der Mühle und dort haben wir als Kinder noch bei der Heuernte geholfen. Unterhalb der Mühle befand sich in der Regel nur geschnittenes, verkauftes oder zum Verkauf fertiges Holz.
  Als letztes noch zum Thema Strandort einer Mühle. Mühlen wurden in der Regel nicht an Furten gebaut, sondern an Stellen wo das Gewässer ein gewisses Gefälle hat. Furten sind hochwassergefährdet und Hochwasser ist der natürliche Feind des Müllers, außerdem ist für die Leistung einer Mühle auch die Differenz zwischen Oberwasser (Mühlradzufluß) zu Unterwasser (Mühlradabfluß) maßgebend. Die Brücken wurden meistens viel später als die Mühlen erbaut, eine Ausnahme bildet eventuell die Brücke in Gadelheim. An seinem Durchbruch zum Elbbachtal quert den Lasterbach ein uralter Handelsweg an der Stelle, an dem der Bach, innerhalb eines Kilometers, sein größtes Gefälle aufweist (von der Quelle bis zur Mündung). Auch der Elbbach erfährt innerhalb der Gemarkungsgrenzen Elbtals seinen größten Höhenunteschied und die ehemalig Turbine des Landschulheims Waldmannshausen hat mit fast 8m Differenz, den größten Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterwasser von allen Mühlen an Elb- und Lasterbach.

  Vielleicht wäre es auch ein paar Zeilen wert gewesen, zu berichten, wie NSDAP-Mitglied Theo Endrun, der nach dem Krieg als Mitläufer eingestuft wurde, 1936 einen Teil der Doll-Mühle von der Witwe Anna Kurtenacker erworben hat, aber dies ist wohl eine andere Geschichte.

In neuem Glanz erstrahlt, die ca. 1700 in Dorchheim erbauet Mühle (Mühlenwohnhaus) seit den 1980ern in Hachenburg, leider mit falscher Herkunftsangabe. (hf 2017)

Die ca. 1750 in und im Elbtal erbaute, zur Mühle gehörende Ölmühle, aber auch diese mit falscher Herkunftsangabe. (hf 2017)





  Weiterführende Informationen:
  Hier geht zur Homepage des Landschaftsmuseums in Hachenburg
  Hier geht zur Homepage des Bürgerverein Elbtal
  Bericht über die Ellarer Mühlen